Ton-Bild-Zeit

Film und bewegtes Bild an der Kunsthochschule Kassel
in Kooperation mit dem Filmladen Kassel e.V. präsentieren:

Filmladen Kassel e.V., Goethestrasse 31, 34119 Kassel
Eintritt: EUR 8,00
oder
Ausstellungshalle der Kunsthochschule Kassel, Menzelstraße 13-15, 34121 Kassel
Eintritt: frei

Unter Kontrolle

Zu Gast:
Volker Sattel
Datum:
16.06.2026
Filmlänge:
98 min
Ort:
Filmladen Kassel, Goethestr. 31, 34119 Kassel

Unter Kontrolle

von Volker Sattel
Deutschland., 2011
Länge: 98 Min, engl. UT

Der Dokumentarfilm ist keine journalistische Dokumentation, sondern eine mit Nüchternheit und Gestaltungswillen montierte Bild/Tonsammlung zum Status quo der Atomenergie in Deutschland. Sie macht den Widerspruch sichtbar zwischen einer hochkomplizierten und gefährlichen Technologie und der Behauptung ihrer Macher und Überwacher, eben diese sei beherrschbar, sei: unter Kontrolle. Strohtrocken und hochspannend.

Im Anschluss: Volker Sattel im Gespräch mit Jan Peters

Di, 16.06.2026, um 18.00 Uhr im Filmladen Kassel

Eintrittspreis: € 11,00 / € 9,50 / Studierende der Kunsthochschule haben freien Eintritt

The Village Next to Paradise

Zu Gast:
Mo Harawe
Datum:
26.05.2026
Filmlänge:
138 min
Ort:
Filmladen Kassel, Goethestr. 31, 34119 Kassel

The Village Next to Paradise

von Mo Harawe
Somalia, Österreich, Frankreich, Deutschland., 2024
Länge: 138 Min

Der Film The Village Next to Paradise hat viele überraschende Aspekte, ohne Wundertüte zu sein. Trotz Bürgerkrieg und prekärem Leben im Postkolonialismus geht es ruhig zu, die Sprache ist einfach und der Ton lakonisch. Die drei Mitglieder einer unfreiwilligen Patchworkfamilie im Dorf Paradise in Somalia haben ihre eigenen Sorgen. Mamargades Job als traditioneller Leichenbestatter wird bald von Maschinen übernommen, seine Schwester Araweelo lebt in Scheidung und muss sich neu orientieren, und Ziehsohn Cigaal wird wegen Lehrermangels aufs Internat geschickt, was er nicht will, und wofür auch eigentlich kein Geld da ist.

Der somalisch-österreichische Drehbuchautor und Regisseur Mo Harawe liefert mit seinem Debütfilm einen seltenen Einblick in ein Land, das kaum je auf der großen Leinwand zu sehen ist.

„Doch trotz der zahlreichen persönlichen Rückschläge, die Harawe fast nebenbei in einen größeren, politischen Kontext einbettet, ist The Village Next to Paradise keine Leidenspassion. Bild und Ton streben dem entgegen: Die Primärfarben leuchten vor dem sandigen Hintergrund, Musik wird in Form von Liedern aus der Region sehr gezielt eingesetzt. … Weltkino im besten Sinn. Harawe gibt Einblicke in das Leben in einer Gegend, das so bislang kaum zu sehen war. Das gelingt ihm ohne Ausstellen von Fremdheit, Elend oder Sentimentalität. Fast sind seine Charaktere zu resilient für das Leben in einer Wirklichkeit, in der eine Frau Worte sagen kann wie: ‚Es hat keinen Sinn, Kinder zu bekommen. Sie haben keine Zukunft und sterben jung.‘“

Valerie Dirk, Der Standard

Eine gegenwärtige und überraschende Geschichte aus Afrikas äußerstem Osten in eindrücklich komponierten Bildern.

Der Filmemacher Mo Harawe studiert an der Kunsthochschule Kassel im Studienschwerpunkt Film und bewegtes Bild. Sein Film The Village Next to Paradise hatte 2024 Premiere in der prestigeträchtigen Sektion „Un Certain Regard“ in Cannes.

Im Anschluss: Mo Harawe im Gespräch mit Jan Peters

Di, 26.05.2026, um 18.00 Uhr im Filmladen Kassel

Eintrittspreis: € 11,00 / € 9,50 / Studierende der Kunsthochschule haben freien Eintritt

THE LANDSCAPE AND THE FURY

Zu Gast:
Nicole Vögele
Datum:
20.01.2026
Filmlänge:
138 min
Ort:
Ausstellungshalle der Kunsthochschule Kassel, Menzelstraße 13-15, 34121 Kassel

Ton-Bild-Zeit: Filmemacher:innen und ihr Werk

Di, 20.01.26 18h in der Ausstellungshalle der Kunsthochschule

THE LANDSCAPE AND THE FURY
Von Nicole Vögele, Schweiz, 2024, 138 Min.

An der bosnisch-kroatischen EU-Außengrenze kreuzen sich die Wege von Migrant:innen und Einheimischen. Die Narben des Krieges aus den 90er-Jahren verbinden sich mit den Schicksalen der Flüchtenden von heute. Ein tief in der Erde verankerter Film, ein Kaleidoskop aus Landschaft und Wahn.

Im Anschluss findet ein Gespräch mit Nicole Vögele und Janis Schmidt statt.

Der Eintritt ist frei.

The Other Side of the River

Zu Gast:
Antonia Kilian
Datum:
22.01.2025
Filmlänge:
95 min
Ort:
Filmladen Kassel, Goethestr. 31, 34119 Kassel

Ton-Bild-Zeit: Filmemacher/innen und ihr Werk

Mi, 22.01.25 18h im Filmladen Kassel

The Other Side of the River
von Antonia Kilian, Deutschland 2021, 95 Min.

Der Film erzählt die Geschichte der 19-jährigen Hala, die einer arrangierten Ehe entkam, indem sie den Euphrat überquerte, um bei einer kurdischen Frauenverteidigungseinheit ein neues Zuhause zu finden – eine Einheit, die darauf ihre Heimatstadt Minbij vom Islamischen Staat befreite. Für ihre Mitstreiterinnen ist der Feind nicht nur der IS, sondern das Patriarchat im Allgemeinen, mit der (Zwangs-)Ehe als ultimativer Unterdrückungsinstitution.

Die jungen Frauen werden im Kampf ausgebildet und in den feministischen Idealen der kurdischen Frauenbewegung aufgeklärt. Hala ist von diesen Lehren zutiefst inspiriert und widmet sich entschlossen dem Versprechen, nicht nur mehr Frauen, sondern auch ihre Schwestern um jeden Preis zu befreien. Doch gibt es in Halas Leben noch Platz für Freiheit und sogar Liebe, wenn ihre Mission alles vereinnahmt?

The Other Side of the River schildert den entschlossenen, revolutionären Weg von Hala und beleuchtet gleichzeitig eine andere, parallele Lebenserfahrung: die eigenen Reflexionen der Regisseurin über das Dasein als Feministin und kulturelle Außenseiterin in einer Situation, in der der Begriff „militanter Feminismus“ durchaus wörtlich verstanden werden könnte.

Im Anschluss: Antonia Kilian im Gespräch mit Anna Berger und Jan Peters.

Die Amitié

Zu Gast:
Ute Holl und Peter Ott
Datum:
12.06.2024
Filmlänge:
102 min
Ort:
Filmladen Kassel, Goethestr. 31, 34119 Kassel

Ton-Bild-Zeit: Filmemacher:innen und ihr Werk zu Gast: Ute Holl und Peter Ott

Die Amitié
Regie: Kollektiv Amitié
Darsteller: Sylwia Gola, Yann Mbiene, Walter Hess
Deutschland 2023, 102 Minuten

Zwei Menschen reisen in einem Bus an: AGNIESZKA aus Polen, zur Pflege eines älteren Herrn, der langsam ins Vergessen abdriftet. DIEUDONNÉ von der Elfenbeinküste, um in einem riesigen Gewächshaus zu arbeiten. Sie sind nicht allein. Heerscharen von freundlichen Pflegekräften kümmern sich um verwirrte Deutsche. Arbeitsmigranten ernten, verpacken und liefern Biogemüse aus. Auf den ersten Blick mag dies wie ein Sklavenhalter-System des 21. Jahrhunderts aussehen. Doch die vermeintlich Subalternen kommunizieren über ein perfektes Netzwerk: Die AMITIÉ. Eine selbstlernende künstliche Intelligenz, die in der Lage ist, Informationen auszutauschen, Sprachen zu lehren, Migrationsrouten zu vergleichen, Jobs zu vermitteln und Geld zu transferieren. Eine KI, der sich jeder anschließen, eine virtuelle Realität, in die jeder eintreten kann. Freundschaft hat Fraternisieren ersetzt. Wäre da nicht der verrückte Polizist, der auf Schleuserjagd ist!

„Mit geringen finanziellen Mitteln realisiert, ist „Die Amitié" der seltene Fall eines gelungenen deutschen utopischen Science-Fiction-Films“ Fabian Tietke, Perlentaucher.

„Eine Achterbahnfahrt mit surrealistischen Elementen, die sich um Wahrscheinlichkeit wenig schert!" EPD FILM.

Im Anschluss: Ute Holl und Peter Ott im Gespräch mit Anna Berger und Jan Peters.