Semesterprogramm Sommersemester 2026
Exkursion zur Dokumentarfilmwoche Hamburg
- Beginn
- 00:00
-
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Exkursion zur Dokumentarfilmwoche Hamburg
Jan Peters
Mittwoch, 15.04. bis Sonntag, 19.04.2026
Die Dokumentarfilmwoche Hamburg versteht sich als Forum für den formal und
inhaltlich anspruchsvollen Dokumentarfilm: für Filme, die mit ihrem kritischen Ansatz
nicht lediglich nach inhaltlicher Aufklärung streben, sondern künstlerische Formen
finden, die den Möglichkeitsraum des Dokumentarischen ästhetisch und politisch
ausloten. Gezeigt wird eine große Bandbreite an Produktionen, die von
experimentellen, ohne Senderbeteiligung und Fördermittel erstellten Filmen bis hin
zu internationalen Koproduktionen reicht. Das Programm gewährt Einblicke in das
vielfältige Schaffen der regionalen, deutschen und internationalen Szene. Da den
Festivalmacher:innen neben dem Zeigen von Dokumentarfilmen das Sprechen
darüber wichtig ist, laden sie zu jeder Veranstaltung die Filmemacher:innen ein. Es
finden zahlreiche Filmgespräche statt und es läuft jeweils immer nur ein einziger
Film (keine Paralellprogramme), jeden Festival Tag in einem anderen Hamburger
Kino.
Anmeldungen bitte bis 07.04.2026 per Mail an: jan.peters@uni-kassel.de
Ausstellung: L’ENVULVE - A FEMINIST FUN FAIR
- Beginn
- 12:00
- Dauer
- 6 Std.
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L’Envulve
A Feminist Fun Fair
Angelehnt an die phantastische Welt des Jahrmarkts entsteht in der Ausstellungshalle der Kunsthochschule Kassel eine raumfüllende, begehbare Installation.
Die Installation nutzt den Jahrmarkt als Folie für die Reflexion kultureller Themen. Der traditionelle „Male Gaze“ wird konterkariert. Ihm wird ein inklusiver, gemeinschaftsbetonender und humorvoller „Female Gaze“ entgegengesetzt. Durch Ironie und Witz wird der kritische Diskurs um Geschlechterrollen aufgelockert.
Eröffnung: 17.04.26, 18–22 Uhr
Finissage: 09.05.26, 18–22 Uhr
Öffnungszeiten:
17.04.26 – 10.05.26 | Donnerstag bis Sonntag 12 – 18 Uhr
1.Mai geschlossen
Ausstellungshalle, Kunsthochschule Kassel
Menzelstr. 13 | 34121 Kassel
Rahmenprogramm: www.envulve.info
– ab 18 Jahren –
Plenum
- Beginn
- 14:00
- Dauer
- 3 Std.
-
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PLENUM im Schwerpunkt Film und bewegtes Bild
Sophie Watzlawick / Jan Peters
14-tägig jeweils dienstags von 14h - 17h, im Raum 0232 (im Atrium)
(außer zu Beginn und am Ende des Semesters, dann wöchentlich):
ausnahmsweise Mittwoch, 15.04.26 10h00!!! / Dienstag, 21.04.26 / Dienstag, 05.05.26 / Dienstag, 19.05.26 / Dienstag, 02.06.26 / Dienstag, 16.06.26 / Dienstag, 30.06.26 / Dienstag, 07.07.2026
Präsentation von aktuellen Arbeiten, Rohschnitten, Ideen usw. sowie zur gemeinsamen und Klärung von organisatorischen Fragen bezüglich Produktion, Auswertung, (Studio-) Dreh usw.
Baustelle Analogfilm
- Beginn
- 10:00
- Dauer
- 6 Std.
-
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Baustelle Analogfilm
mit Sophie Watzlawick
Workshop 1: Bild verwandeln: Solarisation Donnerstag, 07.05.26 / Freitag, 08.05.26 /
Samstag, 09.05.26
Workshop 2 : Bild verwandeln: Emulsion Mittwoch, 10.06.26 / Donnerstag, 11.06.26 /
Freitag, 12.06.26
Film in die Hand nehmen, um mit dem Material in Dialog zu treten, sich auf
Experimente einlassen, nach neuen Formen des Filmemachens suchen, und dafür
alte Maschinen wieder zum Leben bringen:
Konkret wird geübt auf Analogfilm mit Bolex 16mm-Kameras und Super8-Kameras
Baustelle Analogfilm ist eine gemeinsame Forschung wie sich der analoge Film
heutzutage weiterentwickeln lässt.
zu drehen.
Der Film wird von Hand entwickelt und bearbeitet und kann sich in alle möglichen
Präsentationsformen verwandeln
Zu jedem Veranstaltungstermin werden zusätzlich zum praktischen Teil beispielhafte
handgemachte/experimentelle Filme oder Dokumentationen zum Analogfilm
gesichtet und diskutiert.
KÜCHE KOCHEN KINO - „Die Spur der Termit*innen“
- Beginn
- 17:00
- Dauer
- 5 Std.
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-
KÜCHE KOCHEN KINO - „Die Spur der Termit:innen“
Jan Peters
14 tätig: Montag, 27.04.26 / Montag, 11.05.26 / Montag, 08.06.26 / Montag, 22.06.26 / Montag, 06.07.26
jeweils ab 17h bis open end, im Raum 0232 (im Atrium)
In der Veranstaltung „KÜCHE KOCHEN KINO - Theorie“ wird eine neue Form
gesucht, um über Filme zu sprechen und Texte zu Filmen zu lesen, indem vor jedem
Film zuerst gemeinsam ein Essen zubereitet wird. Während es gart, wird zusammen
ein Text zum jeweiligen Film gelesen. Dann werden die Tische zu einer langen Tafel
umgebaut und es wird gemeinsam gespeist und diskutiert. Anschliessen wird der
Raum in einen Kinosaal verwandelt und es wird der Film geschaut, gefolgt von
einem gemeinsamen Gespräch, das meist bis zur letzten Strassenbahn angeregt
geführt wird (manchmal auch darüber hinaus). Die Filme, die gesichtet werden, stehen in diesem Semester unter dem Titel „Die
Spur der Termit:innen“ und beziehen sich auf die Veranstaltung Film - Geschichte /
Analyse / Theorie: "Der Weg der Termiten“, die in diesem Semester 14- tägig
montags um 17h stattfindet (im Wechsel mit KÜCHE KOCHEN KINO).
Bei der Präsentation dieser Veranstaltung Anfang des vorvorletzten Semesters im Hörsaal,
gab es die Anmerkung, dass die Filme in dieser Reihe mal wieder vor allem von männlichen Filmschaffenden stammen. Deshalb haben wir für „Die Spur der Termit:innen“ die Filmwissenschaftler:in Borjana Gaković gebeten, eine Liste mit Beispielen des (queer-)-feministischen essayistischen Films seit Beginn der Filmgeschichte bis heute zusammenzustellen. In der Veranstaltung „KÜCHE
KOCHEN KINO -Die Spur der Termit:innen“ werden wir dieser Spur folgen und die
Filme von der langen Liste weiter durcharbeiten.
In diesem Semester stehen auf
dem Programm: „Jedan dan u Sarajevu / One Day in Sarajevo“ von Jasmila Žbanić /
„Kare Kare Zvako / Mother's Day“ von Tsitsi Dangarembga / „Mein Leben Teil 2“ von Angelika Levi / „Mimi“ von Claire Simon
Film - Geschichte / Analyse / Theorie: "Der Weg der Termiten"
- Beginn
- 17:00
- Dauer
- 3 Std.
-
-
Film - Geschichte / Analyse / Theorie: "Der Weg der Termiten“
Jan Peters
Montag, 27.10.25 / Montag, 10.11.25 / Montag, 24.11.25 / Montag, 08.12.25 / Montag, 12.01.26 / Montag, 26.01.26 / Montag 09.02.26
jeweils 17h - 20h, im Raum 0232 (im Atrium)
Unter dem Titel „Der Weg der Termiten - Beispiele eines Essayistischen Kinos
1909-2004“ war 2007 in Wien eine Retrospektive der Viennale und des
österreichischen Filmmuseums zu sehen, die der Filmemacher Jean-Pierre Gorin
kuratiert hat. Dazu erschien beim Schüren Verlag eine Publikation, die inzwischen
vergriffen ist.
In der Veranstaltung wird versucht, die Filmreihe „Der Weg der Termiten“ zu
rekonstruieren und Filme, die darin gezeigt wurden, heute erneut zu sichten, dazu
die Texte aus der Publikation zu lesen und im Bezug zur Gegenwart zu diskutieren.
Im vergangenen Semester waren wir bis zu TÔKYÔ SENSÔ SNENGO HIWA (THE
MAN WHO LEFT HIS WILL ON FILM) von Ôshima Nagisa gekommen.
Entsprechend beginnen wir nun mit CHIRICALES von Marta Rodriguez und Jorge
Silva, EINLEITUNG ZU ARNOLD SCHOENBERGS BEGELEITMUSIK ZU EINER
LICHTSPIELSCENE von Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, LETTER TO JANE:
AN INVESTIGATION ABOUT A STILL von Jean-Luc Godard und Jean-Pierre Gorin
und HET WITTE KASTEEL von Johan van der Keuken
Projekt: „Revolution ist machbar, Herr Nachbar!“
- Beginn
- 14:00
- Dauer
- 3 Std.
-
-
Projekt: „Revolution ist machbar, Herr Nachbar!“
Jan Peters
Vorbereitungstreeffen per Zoom Anfang April (Termin wir noch bekannt gegeben) / Mittwoch, 15.04.26 / Mittwoch, 22.04.26 / Mittwoch, 29.04.26 / Mittwoch, 06.05.26 / Mittwoch / Mittwoch, 13.05.26 / Mittwoch, 20.05.26 / Mittwoch, 27.05.26 / Mittwoch 03.06.26 / Mittwoch, 10.06.26. / Mittwoch, 17.06.26 / Mittwoch 24.06.26 / Mittwoch, 01.07.26
jeweils 14-17h, im Raum 0232 (im Atrium) und / oder im Staatstheater bzw. auf einer Probebühne
Das Projekt ist eine Kollaboration mit dem Staatstheater zum Stück „Revolution ist
machbar, Herr Nachbar!“
Der Regisseur und Musiker Rainald Grebe erarbeitet mit dem Kasseler Ensemble
einen Theaterabend, der das Leben der Zwillinge Gisela Getty und Jutta
Winkelmann zur Grundlage hat, die als glühende 68er von Kassel in die Welt
hinauszogen. Die beiden starteten in der Kasseler Avantgarde-Filmszene (Kasseler
Filmkollektiv), landeten über linksradikale Gruppen in Berlin und in der Kommune 1
und von dort aus in der internationalen Film- und Promiwelt. Neben allerhand
Geschichten mit verschiedenen Männern, Drogen und Lebensentwürfen war auch
die Geiselnahme von Giselas Mann Paul Getty 1973 ein markanter Einschnitt. Das
Leben wird fluxusgemäß als Kunstwerk begriffen: Als sozusagen erste It-Girls zogen
die beiden ihre Selbstinszenierung bis zu Juttas Tod 2017 durch, Gisela lebt und
inszeniert sich bis heute. Und so behandelt der Abend zum großen Teil auch das
Altern und Sterben der 68er in jeder Hinsicht.
Neben dem Schauspiel und viel Musik soll die Filmebene eine Rolle einnehmen. Es gibt vor allem zwei zentrale Leinwände im Bühnenbild. Dabei aber soll die Videoebene nicht museal sein und altes 60/70er-Footage abspulen, sondern u.a. eine von Studierenden / Teilnehmerinnen des Projekts erarbeitete heutige junge, politische Perspektive zeigen, die die Ästhetik und das Treiben der Zwillinge und des
Kasseler Filmkollektivs nur als Ausgangspunkt nimmt!
Neben dem Schauspiel und viel Musik soll die Filmebene eine Rolle einnehmen. Es
gibt vor allem zwei zentrale Leinwände im Bühnenbild. Dabei aber soll die
Videoebene nicht museal sein und altes 60/70er-Footage abspulen, sondern u.a.
eine von Studierenden / Teilnehmerinnen des Projekts erarbeitete heutige junge,
politische Perspektive zeigen, die die Ästhetik und das Treiben der Zwillinge und des
Kasseler Filmkollektivs nur als Ausgangspunkt nimmt!
Arbeitsplätze – Bricolage (nach einer Idee von Volko Kamensky)
- Beginn
- 13:00
- Dauer
- 3 Std.
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Arbeitsplätze – Bricolage (nach einer Idee von Volko Kamensky)
Jan Peters
wöchentlich: Montag, 11.05.26 / Montag, 18.05.26 / Montag, 01.06.26 / Montag, 08.06.26 / Montag, 15.06.26 / Montag, 22.06.26 / Montag, 29.06.26 / Montag, 06.07.26
jeweils 13 - 16h, im Raum 0232 (im Atrium)
Das Sommersemester 2026 soll das letzte Semester des Studienschwerpunkts Film
und bewegtes Bild in den Räumen im Atrium werden. Bevor es laut Plan im
Wintersemester 27/28 in den neuen Räumen im Nordbau weitergeht, soll es ein
Zwischenlösung geben (zur Zeit steht noch nicht fest in welchen Räumen). Die Veranstaltung „Arbeitsplätze – Bricolage“, die bereits seit zwei Semester
wöchentlich stattfindet, bezieht sich im Sommersemester 2026 auf diese
Situation. Es wird darum gehen, sich praktisch darauf vorzubereiten. Im
Vordergrund steht dabei die Frage wie können die studentischen Arbeitsplätze in einer im Moment des Übergangs erhalten bleiben.
Denn „das erfolgreiche Einrichten eines Arbeitsplatzes ist häufig Voraussetzung, um
bestimmte Arbeiten überhaupt realisieren zu können. Hätte ich nur einen
ordentlichen Arbeitsplatz, dann würde mir die Arbeit leicht fallen, so der häufige
Umkehrschluss. Doch wie sieht er aus, der "ordentliche" Arbeitsplatz für das
künstlerische Schaffen? Welche Standards können hier gelten? Oder können hier
etwa Standards gar nicht gelten, da die Arbeitsplätze ähnlich individuell wie die
daran zu verrichtende Arbeit zu gestalten sind?“ (zitiert nach Volko Kamensky aus einer Ankündigung für das Sommersemester 2017).
Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Umzug ins Unbekannte, werden auch
Fragen wichtig wie: Was wollen wir entsorgen, einlagern, mitnehmen, griffbereit halten usw.?
Und auch: Läßt sich eine Zwischenlösung vielleicht sogar als Chance begreifen?
Abschlusskolloquium
- Beginn
- 14:00
- Dauer
- 3 Std.
-
-
Abschlusskolloquium
Jan Peters
Dienstag, 12.05.26 / Dienstag, 26.05.26 / Dienstag, 09.06.26 / Dienstag, 23.06.26
jeweils 14-17h, im Raum 0232 (im Atrium)
Regelmässiger Austausch über inhaltliche, gestalterische und organisatorische Fragen zu den Abschlussprojekten aller Studierender, die bei Film und bewegtes Bild einen Abschluss angemeldet haben.
Einzel- und Projektberatung (Jan Peters)
- Beginn
- 10:00
- Dauer
- 3 Std.
-
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Einzel- und Projektberatung (nach Voranmeldung)
wöchentlich: Jan Peters
jeweils 10h - 13h, im Raum 0232 oder 0231 (im Atrium)
Dienstag, 21.04.26 / Dienstag, 28.04.26 / Dienstag, 05.05.26 / Dienstag, 12.05.26 / Dienstag, 19.05.26 / Dienstag, 26.05.26 / Dienstag, 02.06.26 / Dienstag, 09.06.26 / Dienstag, 16.06.26 / Dienstag, 23.06.26 / Dienstag, 30.06.26 / Dienstag, 07.07.2026
Voranmeldung per Mail an: jan.peters@uni-kassel.de
Einzel- und Projektberatung (Sophie Watzlawick)
- Beginn
- 13:00
- Dauer
- 3 Std.
-
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Einzel- und Projektberatung (nach Voranmeldung)
Sophie Watzlawick
jeweils 10h - 13h, im Raum 0232 oder 0231 (im Atrium)
Dienstag, 21.04.26 / Dienstag, 05.05.26 / Dienstag, 19.05.26 / Dienstag, 02.06.26 / Dienstag, 16.06.26 / Dienstag, 30.06.26 / Dienstag, 07.07.2026
Voranmeldung per Mail an: sophie.watzlawick@uni-kassel.de
Workshop: Filmwerkstatt | Bildgestaltung in Film und Bewegtbild
- Beginn
- 10:00
- Dauer
- 6 Std.
-
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Workshop: Filmwerkstatt | Bildgestaltung in Film und Bewegtbild Julia Geiss
Mittwoch, 27.06.26 / Donnerstag, 28.06.26 / Freitag, 29.06.26
jeweils 10h - 16h im Raum 0232 (im Atrium) bzw. NN
Link zur Anmeldung: https://ecampus.uni-kassel.de/qisserver/pages/startFlow.xhtml? _flowId=showCourseCatalog-flow&_flowExecutionKey=e1s2
Im Workshop „Bildgestaltung“ möchte ich mit euch das visuelle Erzählen erproben:
Was macht gute oder schöne Bilder aus? Warum berühren sie uns – oder erreichen
uns nicht? Welche Bilder sind die passenden für eine Geschichte, auch wenn sie
vielleicht nicht die „schönsten“ sind? Außerdem möchte ich mit euch über die
Psychologie von Bildern und Bildkomposition sprechen – und darüber, wie Stimmung und Atmosphäre entstehen und visuell transportiert werden können.
Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Kommunikation und Zusammenarbeit mit der
Regie: Sprechen wir dieselbe visuelle Sprache? Teilen wir ein gemeinsames Gefühl
für die gewünschte Stimmung?
Ebenso wichtig ist für mich die Verantwortung von Bildern: Welche Bilder sende ich
in die Welt hinaus? Reproduziere ich Stereotype? Wie blicke ich selbst auf
Protagonist*innen – und wie stelle ich sie dar?
Ein zentraler Punkt ist dabei Vertrauen: die Beziehung zwischen Kameraperson und
Protagonistin oder Schauspielerin.
Gerne möchte ich mit euch praktische Tipps aus meinem Drehalltag teilen:
Insbesondere für Situationen, in denen wenig Zeit bleibt und dennoch schnell
Entscheidungen getroffen werden müssen.
Ein großer Teil des Workshops wird aus praktischen Übungen bestehen. Ihr könnt
eigene Szenen mitbringen, oder ich stelle euch Material zur Verfügung, mit dem wir gemeinsam arbeiten.
Vor dem Workshop würde ich außerdem gerne einen Zoom-Call mit euch machen,
um einen Eindruck von euren Interessen und Schwerpunkten zu bekommen und zu
verstehen, was eure Wünsche an den Workshop sind.
Ich freue mich auf euch! Liebe Grüße, Julia
Workshop: Schauspiel (mit Laien)
- Beginn
- 10:00
- Dauer
- 7 Std.
-
-
Workshop: Schauspiel (mit Laien)
Peter Ott
Teil 1: Mittwoch, 17.06.26 / Donnerstag, 18.06.26 / Freitag, 19.06.26
Link zur Anmeldung: https://ecampus.uni-kassel.de/qisserver/pages/startFlow.xhtml? _flowId=showCourseCatalog-flow&_flowExecutionKey=e1s4
Teil 2: Mittwoch, 24.06.26 / Donnerstag, 25.06.26 / Freitag, 26.06.26
Link zur Anmeldung: https://ecampus.uni-kassel.de/qisserver/pages/startFlow.xhtml? _flowId=showCourseCatalog-flow&_flowExecutionKey=e1s5
jeweils 10h - 17h im Raum 0232 (im Atrium)
"Realismus" ist seit seiner Erfindung eines der größten Versprechen des Kinos. Damit geht einher, dass das Schauspiel so "naturalistisch" wie möglich zu sein habe, was üblicherweise heißt: Die Schauspielerinnen tun so, als ob sie keine Schauspielerinnen wären, sondern tatsächlich diese merkwürdig überintensiven, von Krisen und Konflikten gebeutelten, nichtsdestotrotz aber konsistenten Figuren, deren Handlungen einer internen Logik folgen. Mit dem gewünschten Effekt, dass wir nicht die Schauspielerinnen, sondern - die Figur sehen. Und sie vor allem hören, denn die Schauspierinnen sollen ja außerdem so tun, als ob die Worte, die sie vorher auswendig gelernt haben, ihnen in genau dem Moment, indem sie ihre Körper verlassen, in den Sinn gekommen wären.
In dem Workshop werden wir uns damit beschäftigen, was das eigentlich ist: Schauspiel, und wie wir Schauspielerinnen inszenieren können. Und insbesondere, wie wir das machen können, wenn es sich dabei um Laien handelt. Das machen wir mit praktischen Übungen, und weil wir praktischerweise selbst alle Schauspiel-Laien sind, sind wir uns gegenseitig die Schauspielerinnen.
Das wäre die erste Voraussetzung, um an dem Workshop teilzunehmen: Die Bereitschaft mitbringen zu spielen. Und ein bisschen an die Grenzen der eigenen Komfortzone zu gehen. Schauspielführung besteht vor allem darin, den Schauspielerinnen die nötige Sicherheit dazu zu geben, und außerdem bereit zu sein, selber die eigene Komfortzone zu verlassen.
Übrigens: Schreien, Umsichschlagen, in Wein- oder Lachkrämpfe auszubrechen ist damit nicht gemeint. Etwas mehr Subtilität, bitte.
Um etwas Material zu haben, sollten außerdem (zweite Voraussetzung) alle Teilnehmerinnen eine kurze Szene mitbringen. Die kann selbst geschrieben sein oder von jemand anderem. Es kann sich auch um einen Filmausschnitt handeln, der nachinszeniert werden kann.
Beginnen werden wir den Workshop mit einer kleinen Theorie-Einführung in die Geschichte der Schauspielkonzepte zwischen Theater und Film, die immer auch damit zu tun haben, was "Realität" sein soll und was "Natur", ob das feststehende Instanzen sind oder fluide Konzepte.
Peter Ott ist Filmemacher von Dokumentar- und Spielfilmen (und Formen dazwischen), Produzent und manchmal auch Performer und Schauspieler. Er war Professor für Film und Video an der Merz Akademie in Stuttgart, Mitglied in der Kommission der Duisburger Filmwoche, Gründungsmitglied vom Abbildungszentrum in Hamburg, lange Jahre Mitglied vom Agitpropkollektiv Schwabinggrad Ballett, von dem zur nicht ganz klar ist, ob es eigentlich noch existiert.
Peter Ott ist Filmemacher von Dokumentar- und Spielfilmen (und Formen dazwischen), Produzent und manchmal auch Performer und Schauspieler. Er war Professor für Film und Video an der Merz Akademie in Stuttgart, Mitglied in der Kommission der Duisburger Filmwoche, Gründungsmitglied vom Abbildungszentrum in Hamburg, lange Jahre Mitglied vom Agitpropkollektiv Schwabinggrad Ballett, von dem zur nicht ganz klar ist, ob es eigentlich noch existiert.
www.peterottholl.de
Workshop: Filmwerkstatt | Film-Ton-Crashkurs
- Beginn
- 10:00
- Dauer
- 6 Std.
-
-
Workshop: Filmwerkstatt | Film-Ton-Crashkurs
Eeva Ojanperä
Mittwoch, 01.07.26 / Donnerstag, 02.07.26 / Freitag, 03.07.26
jeweils 10h - 16h im Raum 0232 (im Atrium) bzw. NN
Link zur Anmeldung: https://ecampus.uni-kassel.de/qisserver/pages/startFlow.xhtml? _flowId=showCourseCatalog-flow&_flowExecutionKey=e1s3
Der“ Werkstattschein" für das Tonstudio
Eeva Ojanperä / 10h - 16h / Sound-Lab / 3 Tage
Wie arbeite ich mit der Sprachkabine? Welche Möglichkeiten der Audio-
Postproduktion sind im Sound-Lab des Digipool möglich? Dieser
Einführungsworkshop bildet die Grundlage für fortgeschrittene Kurse zu Mixing,
Mastering und 5.1 Surround-Sound-Abmischungen.
- Grundlagen der Akustik
- Mikrofonierung
- Routing
- Nuendo Einführung
Rundgang
- Beginn
- 00:00
-
-
Rundgang
Donnerstag, 09.07.26 (Eröffnung), Freitag, 10.07.26 / Samstag, 11.07.26 / Sonntag, 12.07.26
Ton-Bild-Zeit: Filmemacher*innen und ihr Werk
- Beginn
- 18:00
- Dauer
- 3 Std.
-
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Ton-Bild-Zeit: Filmemacherinnen und ihr Werk
Sophie Watzlawick / Jan Peters / Anna Dubosc u.a. Filmemacherinnen als Gäste SPECIAL: Samstag, 23.05.2026
21h BALi Kino
Regulär: Dienstag, 26.05.2026 / Dienstag, 23.06.2026 / Dienstag 07.07.2026 jeweils 18h, im Filmladen Kassel, Goethestr. 31, 34119 Kassel
jeweils 18h, im Filmladen Kassel, Goethestr. 31, 34119 Kassel
Eine Zusammenarbeit vom Filmladen und der Kunsthochschule: Filmemacherinnen
und Filmemacher präsentieren in einer öffentlichen Vorführung ihre aktuellen
abendfüllenden Werke im Kino und berichten in einem anschließenden Gespräch
ausführlich über die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte.
Für dieses Semester sind die folgenden vier Veranstaltungen geplant (drei reguläre
und ein SPECIAL):
SPECIAL in Kooperation mit dem Queerfilmfest Kassel:
Satanische Sau
von Rosa von Praunheim Deutschland, 2025 Länge: 89 Min
FSK 16
Rosa von Praunheims entfesselnder Nachruf auf sich selbst verweigert sich gesellschaftlicher wie narrativer Konventionen. Ein Blick zurück auf das queeraktivistische Vermächtnis, eine Reflexion über das Altern, ein Tänzchen mit dem Tod und ein Flirt mit dem Leben.
Der Film Satanische Sau hat auf der Berlinale 2025 den Teddy-Award gewonnen.
Rosa von Praunheim schreibt über seinen Film:
„Die Sau bin ich, gespielt von meinem Alter Ego, dem genialen Schauspieler Armin Dallapiccola. Der Film ist ein Traum, eine Parodie, eine Farce meines Lebens. Poetische Assoziationen zu meinem Tod, zu meinem Sexleben, zu meiner Wiedergeburt.
Ich erinnere mich an die 150 Filme meines Lebens, an meine Liebhaber, denen ich Rosen in den Arsch stecke und die ich blind malen muss. Dann stirbt mein Nachbar und hinterlässt einen unendlich traurigen Witwer. Ein Fan klingelt und zwingt mich zum Sex nach dem Tod und meine Freunde stimmen das Lied „Großer Gott wir loben Dich“ an. Aber Gott persönlich erklärt uns seine perverse Moral, indem er das Böse lobt und das Gute für naiv hält.
Meine Mutter, gespielt von Anne Rathsfeld, ist entsetzt und die Stoffaffen und Schweine, die lebendig werden, erzählen von meiner großen Tierliebe. Am Ende sagt uns Katy Karrenbauer die entsetzliche Wahrheit. Wir sind alle satanische Säue.“
Link zu einer Kritik in KinoZeit: https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/ satanische-sau-2025
Im Anschluss: Filmgespräch mit dem Hauptdarsteller Armin Dallapiccola Sa, 23.05.2026, um 21h00, BALi Kino
Eintrittspreise: Grundeintrittspreis: 5 € / Support-Ticket: 12 € (unterstützt das queere Filmprogramm im BALi und die Soli-Tickets) / Soli-Ticket: 0 € (begrenztes Kontingent, ohne Bedarfsnachweis)
Eintrittspreise: Grundeintrittspreis: 5 € / Support-Ticket: 12 € (unterstützt das queere Filmprogramm im BALi und die Soli-Tickets) / Soli-Ticket: 0 € (begrenztes Kontingent, ohne Bedarfsnachweis)
The Village Next to Paradise
von Mo Harawe
Somalia, Österreich, Frankreich, Deutschland., 2024 Länge: 138 Min
Der Film The Village Next to Paradise hat viele überraschende Aspekte, ohne Wundertüte zu sein. Trotz Bürgerkrieg und prekärem Leben im Postkolonialismus geht es ruhig zu, die Sprache ist einfach und der Ton lakonisch. Die drei Mitglieder einer unfreiwilligen Patchworkfamilie im Dorf Paradise in Somalia haben ihre eigenen Sorgen. Mamargades Job als traditioneller Leichenbestatter wird bald von Maschinen übernommen, seine Schwester Araweelo lebt in Scheidung und muss sich neu orientieren, und Ziehsohn Cigaal wird wegen Lehrermangels aufs Internat geschickt, was er nicht will, und wofür auch eigentlich kein Geld da ist.
Der somalisch-österreichische Drehbuchautor und Regisseur Mo Harawe liefert mit seinem Debütfilm einen seltenen Einblick in ein Land, das kaum je auf der großen Leinwand zu sehen ist.
„Doch trotz der zahlreichen persönlichen Rückschläge, die Harawe fast nebenbei in einen größeren, politischen Kontext einbettet, ist The Village Next to Paradise keine Leidenspassion. Bild und Ton streben dem entgegen: Die Primärfarben leuchten vor dem sandigen Hintergrund, Musik wird in Form von Liedern aus der Region sehr gezielt eingesetzt. ... Weltkino im besten Sinn. Harawe gibt Einblicke in das Leben in einer Gegend, das so bislang kaum zu sehen war. Das gelingt ihm ohne Ausstellen von Fremdheit, Elend oder Sentimentalität. Fast sind seine Charaktere zu resilient für das Leben in einer Wirklichkeit, in der eine Frau Worte sagen kann wie: ‚Es hat keinen Sinn, Kinder zu bekommen. Sie haben keine Zukunft und sterben jung.‘“
- Valerie Dirk, Der Standard
Eine gegenwärtige und überraschende Geschichte aus Afrikas äußerstem Osten in eindrücklich komponierten Bildern.
Der Filmemacher Mo Harawe studiert an der Kunsthochschule Kassel im Studienschwerpunkt Film und bewegtes Bild. Sein Film The Village Next to Paradise hatte 2024 Premiere in der prestigeträchtigen Sektion „Un Certain Regard“ in Cannes.
Im Anschluss: Mo Harawe im Gespräch mit Jan Peters
Di, 26.05.2026, um 18.00 Uhr im Filmladen Kassel
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Unter Kontrolle
von Volker Sattel Deutschland., 2011 Länge: 98 Min
Der Dokumentarfilm mit dem Untertitel „Eine Archäologie der Atomkraft“ist eine Bestandsaufnahme einer Technologie, die vielen einst als zukunftsweisend galt.
Schautafeln, Schaltpulte, Modelle, Pläne – Kontrollräume, Maschinenhallen, Büros, Labore – sauber aufgeräumte Kernkraftanlagen in sauber aufgeräumter deutscher Provinz – Dampfwolken vor blauem Himmel und Beton auf grüner Wiese. Auf 35mm und in Cinemascope. Unter Kontrolle ist keine journalistische Dokumentation, sondern eine mit großer Nüchternheit und ästhetischem Gestaltungswillen montierte Bild- und Tonsammlung zum Status quo der atomaren Dinge in Deutschland. Sie macht den Widerspruch sichtbar zwischen einer hochkomplizierten und gefährlichen Technologie und der Behauptung ihrer Macher und Überwacher, eben diese sei beherrschbar, sei: unter Kontrolle. Strohtrocken und hochspannend.
Kritik in Kinozeit: https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer-streaming/unter- kontrolle-2010
Im Anschluss: Volker Sattel im Gespräch mit Jan Peters
Di, 23.06.2026, um 18.00 Uhr im Filmladen Kassel
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Hors-Champ, les ombres (Offscreen, the Shadows)
von Anna Dubosc und Gustavo de Mattos Jahn Frankreich., 2025
Länge: 61 Min
Französische Original Fassung mit englischen Untertiteln
Eine Zugreise durch Italien – langsam, sanft, sommerlich. Von Mailand nach Venedig, über Rom, Lecce und Bari. Im Rhythmus des Zuges lässt sich der Film an jedem Halt Zeit. Statischen Bilder verschwimmen mit flüchtigen Ausblicken durch die Fenster, ein Wechsel zwischen Wachen und Schlafen.
Eine Zugreise durch Italien – langsam, sanft, sommerlich. Von Mailand nach Venedig, über Rom, Lecce und Bari. Im Rhythmus des Zuges lässt sich der Film an jedem Halt Zeit. Statischen Bilder verschwimmen mit flüchtigen Ausblicken durch die Fenster, ein Wechsel zwischen Wachen und Schlafen.
Die Schriftstellerin Anna Dubosc und der Filmemacher Gustavo de Mattos Jahn haben sich als reisendes Paar auf das Abenteuer eingelassen, gemeinsam einen Film zu drehen. Es wird eine Reise durch die Distanz, die sie trotz des gemeinsamen Weges trennt. Zwischen den Worten, mit denen Anna arbeitet, und den Bildern, mit denen Gustavo umgeht, gibt es dieselben zerbrechlichen Brücken und tiefen Gräben, die zwischen zwei Menschen bestehen können – oder sogar zwischen zwei Momenten im Leben ein und derselben Person.
Von Annas Kunst übernimmt der Film die Gliederung in Gedichte oder Erzählungen, die ebenso gut Einträge in einem privaten Tagebuch oder Kapitel eines Romans sein könnten. Von Gustavo übernimmt er dessen liebevollen Umgang mit Annas Kunst – jene Lektion „à la Marguerite Duras“, die lehrt, dass Bilder uns oft daran hindern, den Text vollständig zu hören, und dass man ruhige, weiche, ja sogar verschwommene Bilder braucht, damit die Worte durchkommen können. Ab einem bestimmten Punkt beginnen wir, durch die Augen der Schriftstellerin zu sehen und die Stimme der Filmemacherin zu hören. Die Körnung des 16-mm-Films, vor der Anna zunächst zurückschreckte, passt letztlich zum Ton und zur sparsamen Ökonomie jenes Sommers – einer Jahreszeit, die aus bescheidenen Abendessen mit Wein, Brot und Sardinen besteht. Gustavo seinerseits fragt – unter Berufung auf Jane Sautière – nach einem schwer fassbaren „idealen Ort der subjektiven Kamera: dem Traum, in dem Filmemacher und Zuschauer zu ein und demselben Ort verschmelzen“. (Manuel Asín)
Der Film Hors-Champ, les ombres gewann 2025 den renommierten „Prix Georges de Beauregard National“ beim Festival FIDMarseille.
Im Anschluss: Anna Dubosc und Gustavo de Mattos Jahn im Gespräch mit Sophie Watzlawick und Jan Peters
Di, 07.07.2026, um 18.00 Uhr im Filmladen Kassel
Eintrittspreis: € 11,00 / € 9,50 / Studierende der Kunsthochschule haben freien Eintritt