Semesterprogramm Sommersemester 2018

Plenum

Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter), Jan Peters (Prof.)

Beginn
14:00
Termine

Präsentation von aktuellen Arbeiten, Rohschnitten, Ideen usw. zur gemeinsamen Besprechung sowie gemeinsame Klärung von organisatorischen Fragen bezüglich Produktion, Auswertung, (Studio-)Dreh usw.

Einzel- und Projektberatung

Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter)

Beginn
10:00
Dauer
3 Std.
Termine

Raum 0230 (im Atrium)
Nach Voranmeldung per E-Mail: volko.kamensky@uni-kassel.de

Einzel- und Projektberatung

Jan Peters (Prof.)

Beginn
14:00
Dauer
3 Std.
Termine

Raum 0230 (im Atrium)
Nach Voranmeldung per E-Mail: jan.peters@uni-kassel.de

Praxis-Werkstatt-Film

Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter)

Beginn
10:00
Dauer
3 Std.
Termine

In dieser Veranstaltung werden in einer Werkstatt-Situation durch anwenden, auseinandernehmen, neu zusammensetzen, anders anwenden usw. unterschiedliche Geräte (Film-, Video- und

Lochbildkameras, aber auch Tonbandgeräte und Schneidetische) und Prozesse (Filmentwicklung, elektronische Bildübertragung und andere) aus der Bewegtbildproduktion untersucht, um die Fragen zu behandeln: Was ist Film? Wie funktioniert er? Woraus besteht er? Wie funktioniert Wahrnehmung? Wie kann man Bilder festhalten? Wie kann man die Bilder wieder in Bewegung setzen? Was wird abgebildet? Wie verhält es sich mit der Realität?

Die praktische Herangehensweise an die Fragestellungen wird verbunden mit der Untersuchung und Besprechung von Filmbeispielen und Texten zu Technik und Theorie des Films.

Konkret wird in diesem Semester die Vertonung der im vergangenen Semester gedrehten 16mm Filme in Angriff genommen (ergänzend ist ein Workshop mit dem Musiker/Erfinder Pit Przygodda vorgesehen). Außerdem wird der 16mm-Schneidetisch gemeinsam in Gang gesetzt und der Bau einer Filmabtastung geplant.

Für alle Neueinsteiger*innen in der Klasse Film und bewegtes Bild obligatorisch, für alle anderen zur Auffrischung empfohlen.

Ton-Bild-Zeit: Filmemacher*innen und ihr Werk

Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter), Jan Peters (Prof.)

Beginn
18:00
Dauer
3 Std.
Termine

Eine Zusammenarbeit vom Filmladen Kassel und der Kunsthochschule: Filmemacherinnen und Filmemacher präsentieren in einer öffentlichen Vorführung ihre aktuellen abendfüllenden Werke im Kino und berichten in einem anschließenden Gespräch ausführlich über die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte.

jeweils an einem Mittwoch von 18h30-21h im Filmladen Kassel, Goethestr. 31, 34119 Kassel

Projekt: Asphalt & Lavendelöl

Beginn
10:00
Termine

Austausch der Klasse Film und bewegtes Bild mit Studierenden der EMA (École Média Art) Chalon-sur-Saône, Prof. Madeleine Aktypi (Art/Média/Ècriture), Prof. Laurent Montaron (Temps/Image/Mouvement).
Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter) / Jan Peters (Prof.)
von Montag 22.01.2018 bis Sonntag 28.01.2018: Kassel-Besuch der Projektgruppe aus Chalon; gemeinsame Projektarbeit in der Klasse Film und bewegtes Bild.
jeweils ab 10h00 bis open-end, Basispunkt: Raum 0230 (im Atrium)
von Montag 30.04.2018 bis Mittwoch 09.05.2018: Chalon-Besuch der Projektgruppe aus Kassel; gemeinsame Projektarbeit in der Klasse Temps/Image/Mouvement, inkl. Abschlussausstellung vor Ort.
Unzählige Experimente mit den unterschiedlichsten Substanzen waren nötig, bevor dem Erfinder Nicéphore Niépce 1826 in der französischen Provinz das gelang, was später als Fotografie bezeichnet werden sollte. Acht Stunden lang, so hat er ermittelt, muss er die mit Asphalt bestrichene Platte in seiner Lochkamera der Sonne aussetzen und anschließend fünf Tage Lavendelöl einwirken lassen, damit sich die gegenüberliegenden Häusergiebel auf der Platte dauerhaft als Abbild niederschlagen. Er schreibt: "Und ich kann dir sagen, mein Freund, der Effekt ist wie Zauberei." 1833 verstirbt Niépce nahe seines Geburtsortes Chalon-sur-Saône, ohne dass ihm ein ökonomischer Nutzen mit seiner Erfindung gelungen wäre.
130 Jahre später ist die analoge Fotografie zu einem Massenphänomen aufgestiegen. Um der internationalen Konkurrenz standzuhalten entscheidet sich die Firma Kodak, Marktführer auf dem Gebiet der Filmemulsion, in Chalon-sur-Saône ein neues Werk zu eröffnen. Die zentrale Lage innerhalb Europas und die Tatsache, dass es sich um den Geburtsort der Fotografie handelt, sollen ausschlaggebend für die Ortswahl gewesen sein. Die Niederlassung expandiert stetig und beschäftigt im Jahr 2002 ein Maximum von 2200 Arbeiter
innen auf einem Werksgelände von 80
ha Ausdehnung. Doch nur drei Jahre später wird dort aufgrund des Siegeszuges der digitalen Photographie (im Übrigen eine zunächst nicht weiter ernst genommene Erfindung aus dem Hause Kodak) die Produktion von Filmmaterial eingestellt und das Werk binnen weniger Jahre abgewickelt.
Wie sieht der Ort heute aus, an dem die analoge Fotografie erfunden und (fast) wieder vergessen wurde? Welche Rolle spielen Fotografie und Film heute dort?

Eine zeitgenössische experimentelle Überprüfungen des Verfahrens kommt auf eine erheblich längere Belichtungszeit von fünf Tagen:
http://www.spektrum.de/magazin/experimenteller-nachvollzug-der-forschungsarbeiten-von-nicephore-niepce/823651

Arbeitsplätze – Bricolage (Übung)

Beginn
14:00
Dauer
3 Std.
Termine

Das erfolgreiche Einrichten eines Arbeitsplatzes ist häufig Voraussetzung, um bestimmte Arbeiten überhaupt realisieren zu können. Hätte ich nur einen ordentlichen Arbeitsplatz, dann würde mir die Arbeit leicht fallen, so der häufige Umkehrschluss. Doch wie sieht er aus, der "ordentliche" Arbeitsplatz für das künstlerische Schaffen? Welche Standards können hier gelten? Oder können hier etwa Standards gar nicht gelten, da die Arbeitsplätze ähnlich individuell wie die daran zu verrichtende Arbeit zu gestalten sind?
Wir wollen herausfinden, welche Arbeitsplätze in der Klasse Film und bewegtes Bild gefragt sind, welche sich einrichten lassen und wie sie sich einrichten lassen. Soweit der theoretische Teil. Im praktischen Teil wird gesägt, geschraubt, gebohrt, gehämmert, gelötet u.v.m.

Workshop

Beginn
10:00
Dauer
7 Std.
Termine

VIDEOVOX

ein Video to Audio-Synthesizer

von Pit Przygodda

Do., 21.6. 19h - 21h Präsentation

Fr., 22.6., 10h - 17h:Einführungsworkshop VIDEOVOX

Pit Przygodda ist Musiker.

Aber neben eigenen Alben, Bandprojekten und der Komposition für Film und Hörspiel hat er noch eine zweite Baustelle: Bewegte Bilder.

Anfang der 90er studierte er an der HfbK in Hamburg Experimentalfilm (nicht Musik) und seine filmischen Arbeiten sind eher musikalischer Natur. Beispielsweise der 35mm-Material-Lichttonfilm "Gardine Sing Sing". Hierbei erzeugen auf Blankfilm geklebte Gardinen auf der Lichttonspur Töne und flackern dabei über die Leinwand. Die Idee, mit Bildern Töne zu erzeugen, führte nach einer langen Entwicklungsphase zu einem software-basierten Lichttonsynthesizer-Prototypen.

Am Donnerstag, den 21.6. präsentiert Pit Przygodda seinen VIDEOVOX-Synthesizer in der Kunsthochschule Kassel im Rahmen eines Gesprächskonzertes. Es werden sphärische und rhythmische Klänge aus Bildern, Filmsequenzen und einer Webcam zu hören sein. Die hierfür verwendeten und bearbeiteten Bilder werden auf der Leinwand projiziert. Punktuell wird ein Klavier dazu eingesetzt.

Am Freitag, den 22.6. führt Pit Przygodda interessierte Studierende in die Benutzung von des Lichttonsynthesizers VIDEOVOX ein, um ihn zum Beispiel für Filmvertonungen anwenden zu können.

Die Teilnehmer sind aufgefordert eigenes Bewegtbildmaterial zum Workshop mitzubringen, damit beispielhaft daran gearbeitet werden kann und nach Möglichkeit am Ende des Workshops bereist erste Ergebnisse hörbar sind).

Weitere Infos:

www.videovox.de

www.pitprzygodda.de