Semesterprogramm Sommersemester 2017

Plenum

Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter), Jan Peters (Prof.)

Beginn
14:00
Termine

Präsentation von aktuellen Arbeiten, Rohschnitten, Ideen usw. zur gemeinsamen Besprechung sowie gemeinsame Klärung von organisatorischen Fragen bezüglich Produktion, Auswertung, (Studio-)Dreh usw.

Einzel- und Projektberatung

Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter)

Beginn
10:00
Dauer
3 Std.
Termine

Raum 0230 (im Atrium)
Nach Voranmeldung per E-Mail: volko.kamensky@uni-kassel.de

Einzel- und Projektberatung

Jan Peters (Prof.)

Beginn
14:00
Dauer
3 Std.
Termine

Raum 0230 (im Atrium)
Nach Voranmeldung per E-Mail: jan.peters@uni-kassel.de

Film - Geschichte / Analyse / Theorie: Montagen von Literatur und Film (Seminar und Exkursion)

Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter)

Beginn
14:00
Dauer
3 Std.
Termine

Die Literatur kennt eine wesentlich längere Geschichte als der Film. Gemeinhin wird deshalb angenommen, sie sei der direkte Vorläufer des Filmes oder gar, der Film sei eine Fortführung der Literatur mit anderen Mitteln. Historisch ist diese Annahme kaum zu stützen, denn schon ein flüchtiger Blick auf die Produktionen der Frühzeit des Films lässt eine Vielzahl an Experimenten erkennen, die kaum oder gar keine Verbindung zur Literatur aufweisen. Vielmehr scheint zunächst die Herausarbeitung des dezidiert Filmischen als Hauptaufgabe der Produktionen verstanden worden zu sein.
Erst unter dem Druck der breiten Ökonomisierung und Industrialisierung des Filmes, im Zuge seiner beginnenden Auswertung über Kinos, entstand das Bedürfnis viele Filme zügig und somit unter kontrollierten Bedingungen herzustellen. Binnen kürzester Zeit verschob sich nun der Produktionsschwerpunkt vom Experimentellen und Dokumentarischen zugunsten einer Fiktionalisierung (Studioproduktion) und Literarisierung (Drehbuch und kontinuierliche Erzählung). Um das zahlungskräftige Bürgertum, das den bisherigen Filmdarbietungen auf Jahrmärkten misstrauisch gegenüber gestanden hatte, für den Film zu gewinnen, lag es nah, Elemente etablierter Kunstformen, wie Literatur und Malerei, für den Film fruchtbar zu machen.
Und so beginnt die industrielle Erfolgsgeschichte der Literaturverfilmung, bei der erfolgreiche Romane zu mitunter noch erfolgreicheren Filmen umgemodelt werden. Jedoch nicht ohne sogleich auch Gegenbewegungen hervorzurufen: Der sogenannte Avantgardefilm erklärt das Nicht- Literarische zum eigentlich Filmischen, und zeitgleich setzt unter avancierten Literat*innen eine Bewegung ein, die filmtypische Elemente in die Literatur einführt. Auch heute noch, nahezu hundert Jahre später, werden diese Positionen leidenschaftlich verteidigt, ohne jedoch nennenswert neue Argumente hervorzubringen.
Um so aufschlussreicher scheint hier die Auseinandersetzung mit einem dritten Weg, der gerade nicht die eine Kunst zugunsten der anderen ausbeutet, sondern Film und Literatur in einer Weise nebeneinanderstellt, sodass die jeweiligen medialen Eigenheiten über eine Konfrontation beider Elemente zutage treten können. Insbesondere die Produktionen des Filmemacherpaares Danièle Huillet und Jean-Marie Straub zeigen hier Wege auf, Texte in Filmen zur Aufführung kommen zu lassen, und dabei nicht Fiktion, Literatur, Dokument, Experiment usw. gegeneinander auszuspielen, sondern ganz im Gegenteil ihre wechselseitigen Abhängigkeiten produktiv zu machen.
Im Rahmen der vier Termine werden Filme und Filmausschnitte gesichtet, sowie ergänzende Texte gelesen und diskutiert. Das Seminar wird mit einer Berlin-Exkursion im Herbst abgeschlossen. Anlass wird die Eröffnung einer großen Filmretrospektive und Ausstellung der Arbeiten Danièle Huillets und Jean-Marie Straubs in der Akademie der Künste sein. Parallel zum Seminar „Montagen von Literatur und Film“ an der Kunsthochschule Kassel sind an weiteren Hochschulen (Universität Basel, DFFB, Universität Leipzig) Veranstaltungen geplant und zwischen den Institutionen lose Kooperationen angedacht.

Praxis-Werkstatt-Film

Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter)

Beginn
10:00
Dauer
3 Std.
Termine

In dieser Veranstaltung werden in einer Werkstatt-Situation durch anwenden, auseinander nehmen, neu zusammensetzen, anders anwenden usw. unterschiedliche Geräte (Film-, Video- und Lochbildkameras, aber auch Tonbandgeräte und Schneidetische) und Prozesse (Filmentwicklung, elektronische Bildübertragung und andere) aus der Bewegtbildproduktion untersucht, um die Fragen zu behandeln: Was ist Film? Wie funktioniert er? Woraus besteht er? Wie funktioniert Wahrnehmung? Wie kann man Bilder festhalten? Wie kann man die Bilder wieder in Bewegung setzen? Was wird abgebildet? Wie verhält es sich mit der Realität?
Die praktische Herangehensweise an die Fragestellung wird verbunden mit der Untersuchung und Besprechung von Filmbeispielen und Texten zu Technik und Theorie des Films. Konkret werden in diesem Semester die Versuche mit Cyanografie (als Emulsion) fortgesetzt, der 16mm Schneidetisch in Gang gesetzt und der Bau einer Filmabtastung geplant.
Für alle Neueinsteiger*innen in der Klasse Film und bewegtes Bild obligatorisch, für alle anderen zur Auffrischung empfohlen.

Projekt: documenta Echo - Filmische Kurzporträts von documenta 14-Künstler*innen

Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter), Jan Peters (Prof.)

Dauer
24 Std.
Termine

Das Projekt „documenta Echo“ ist die Fortsetzung des Projekts „100 Tage - 100 Künstlerinnen“ . In einer intensiven Arbeitswoche werden von einzelnen Studierenden oder Gruppen von Studierenden kurze filmische Porträts von documenta 14-Künstlerinnen hergestellt.

Nicht zwingend müssen dabei die Künstler*innen als Person im Mittelpunkt stehen, der Schwerpunkt kann auch auf den auf der documenta ausgestellten künstlerischen Arbeiten liegen. Die realisierten filmischen Porträts sind wiederum als eigenständige künstlerische Arbeit zu verstehen; insofern ist eine große Bandbreite an dokumentarischen und essayistischen Verfahren denkbar.Die Projektergebnisse können zur documenta 14 ab Juni 2017 auf der Homepage des Deutschlandfunk veröffentlicht werden und die Radio-Sendereihe „documenta Echo“ ergänzen. Als Kooperationspartner beteiligt sich der Deutschlandfunk nach Absprache an etwaigen Unkosten der studentischen Produktionen, im Gegenzug erhält Deutschlandfunk die non-exklusiven Rechte zur

Verbreitung der filmischen Inhalte auf der Homepage.

Schon vor der intensiven Arbeitswoche können einzelne Studierende (oder Gruppen von Studierenden) erste Porträts anfertigen. Zu Koordination mit der documenta-Pressestelle und den documenta Künstler*innen, findet ein erstes Projekt-Treffen am Mittwoch, den 26.04. um 18h im Raum 0232 (im Atrium statt). Bei diesem Treffen wird auch die intensive Arbeitswoche im Juni vorbereitet.

Koordinations- und Vorbereitungstreffen: Mittwoch, 26.04. 18h, Raum 0230 (im Atrium)

Exkursion zur documenta 14 nach Athen

Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter), Jan Peters (Prof.)

Dauer
168 Std.
Termine

Koordination und Vorbereitung der Exkursion auf dem ersten Plenum der Klasse Film und bewegtes Bild (Dienstag, 25.04.2017) im Anschluss ans Plenum . spätestens ab ca. 17h.

Workshop mit Dagie Brundert

Die Kaffee-Schnaps-Blumentee-Revolution – Experimental-Film-Entwicklungs-Workshop
t.b.a.

Ton-Bild-Zeit: Filmemacher*innen und ihr Werk

Volko Kamensky (Künstlerischer Mitarbeiter), Jan Peters (Prof.)

Beginn
17:00
Dauer
3 Std.

Eine Zusammenarbeit vom Filmladen Kassel und der Kunsthochschule: Filmemacherinnen und Filmemacher präsentieren in einer öffentlichen Vorführung ihre aktuellen abendfüllenden Werke im Kino und berichten in einem anschließenden Gespräch ausführlich über die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte. Die Reihe findet dieses Semester als Kooperation mit der documenta 14 statt und möchte Filmemacher*innen, die auf der documenta 14 vertreten sind, vorab eine Präsentationsplatform ihrer filmischen Arbeiten bieten (Anmerkung: Termine konnten zum Redaktionsschluss noch nicht bestimmt werden).

jeweils an einem Mittwoch (t.b.a.) von 17-20h im Filmladen Kassel, Goethestr. 31, 34119 Kassel